Den Auftakt machte Benedikt Schmidberger vom Musikverein Stafflangen mit der Rhapsodie A Day of Hope. Ihm folgte Magnus Schmid aus Unlingen mit Dance Variants von James Barnes. Matthias Waibel aus Schweinhausen hatte das Konzertwerk Mountain Wind gewählt. Moderne Klänge präsentierte Simon Maier aus Schemmerhofen mit Imagasy. Noch vor der Pause zeigte sich Eva Ziesel aus Dettingen als souveräne Dirigentin bei der Rhapsodie The New Village.
Nach der Pause leitete Simon Schweikert aus Unterstadion die Filmmusik Adventure, die er mit der KJK einstudiert hatte. Verena Ruf aus Laupertshausen, die jüngste der neuen Dirigenten, entschied sich für die Ouvertüre Bayerisches Osterfest, wiederum ein Werk von James Barnes. Die beeindruckende Wunderwelt von Tropfsteinhöhlen unter Wasser stellte René Glatzer aus Zwiefaltendorf mit klangvollen Impressionen in Blue Hole dar. Die Geschichte eines alten, kranken Mannes erklang in der von Jana Imhof aus Rißegg-Rindenmoos dirigierten sinfonischen Tondichtung Carrickfergus Posy. Den Abschluss bildete Andreas Schick aus Mietingen mit dem Konzertwerk Dialog der Generationen.
Alle Jungdirigenten meisterten ihre Aufgabe zusammen mit den versierten Musikern der Kreisjugendkapelle hervorragend und erhielten jeweils reichlich Beifall.
Den Kurs organisierten die Bläserjugendmitglieder Jürgen Märkle, Manuel Schühle und Phillip Maier. Die Dozenten Ludwig Kibler, Martina Rimmele und Tobias Zinser begleiteten die jungen Musiker und vermittelten ihnen sowohl theoretische als auch praktische Grundlagen des Dirigierens. Die Kreisjugendkapelle stellte sich während der acht Wochenend-Phasen als Lehrgangsorchester zur Verfügung. Ziel dieses von der Bläserjugend und Tobias Zinser entwickelten Modells ist es, jungen Musikern den Einstieg ins Dirigieren zu erleichtern und ihnen gezielte Hilfestellung zu geben. Am Ende des Kurses sollten die Teilnehmer in der Lage sein, ein Orchester der Leistungsstufe 2–3 musikalisch zu leiten.
Bläserjugendbeisitzer Manuel Schühle, der die Gäste bereits zu Beginn begrüßt hatte, dankte am Ende allen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen hatten. Ein besonderer Dank galt Thomas Rundel vom gleichnamigen Musikverlag in Rot an der Rot. Der Musikverlag Rundel unterstützte das ADM-Projekt sowie die Bläserjugend in großartiger Weise – sowohl mit Literatur und Notenmaterial als auch finanziell. „Es hat sich gezeigt, dass der mit dem ADM eingeschlagene Weg der richtige war, und wir werden ihn weiterverfolgen“, sagte Schühle.
KJK-Dirigent und Dozent Tobias Zinser sprach seinen Dank und seine Glückwünsche an die zehn Jungdirigenten aus. „Wer noch nie vor einem Orchester gestanden hat, kann sich kaum vorstellen, was das bedeutet und welche Eindrücke plötzlich auf einen einprasseln“, wandte er sich ans Publikum. „Um ein Orchester zu leiten, gehört ganz, ganz viel dazu.“ Ein großes Lob richtete er auch an die Musiker der KJK, die beim Konzert bravourös aufspielten.