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FORTE November / Dezember 2025, Thema

Zukunft gestalten durch Kooperationen:

von Cornelia Härtl
14. November 2025
Titelbild: Projektleiter Christoph Bierer (Mitte) mit den Kooperationspartnern von Stadt und Grundschulen bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags.
Foto: MV Schelklingen

Das Projekt „KlangZauber“

Wie mache ich meinen Verein zukunftsfähig? Eine Antwort darauf ist das Projekt „KlangZauber“ – ein kulturelles Bildungsangebot
für Kinder der 1. und 2. Klasse, das
vom Musikverein Schelklingen in Kooperation mit der Stadt und drei Grundschulen ins Leben
gerufen wurde.

Wie bleibt mein Verein auch in Zukunft attraktiv? Welche Potenziale haben wir im Verein und wie können wir diese nutzen? Fragen dieser Art beschäftigen viele Vereine. Eine besonders kreative Lösung kommt vom Musikverein Schelklingen mit „KlangZauber“. Projektleiter Christoph Bierer freut sich: „Da stecken wirklich viele hunderte Arbeitsstunden drin, aber es hat sich gelohnt.“

Gefördert wird das Projekt über das Bundesprogramm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. In enger Zusammenarbeit mit den Grundschulen in Schelklingen, Schmiechen und Justingen-Ingstetten, der Stadt Schelklingen und dem Musikverein Schelklingen erhalten dieses Schuljahr rund 100 Grundschulkinder wöchentlich kostenlosen, praxisorientierten Musikunterricht außerhalb des regulären Schulbetriebs.

Neue Wege gehen

Zwar ist das Projekt nicht explizit im Rahmen der Diskussion rund um das Ganztagsförderungsgesetz entstanden, aber es passt natürlich dazu. Bierer sagt:  „Das klassische Ausbildungskonzept wird auf Dauer nicht mehr funktionieren – erst recht nicht im Ganztag. Man muss sich als Verein also diesem Thema irgendwie annähern.“ Eine Blockflöten-AG hat der Musikverein bereits an der Schule und für die Zukunft werde bereits über Bläserklassen für die 3. und 4. Klasse nachgedacht. „KlangZauber“ ist aber ein ganz neues Konzept, das „komplett in Eigenregie im Hause Frank entstanden ist“, so Bierer.

Sara Frank ist Profi-Musikerin. Sie unterrichtet Klarinette und Saxofon, ist Dirigentin in verschiedenen (Jugend-)Orchestern und bildete sich vor allem im Bereich Pädagogik und Frühbildung weiter. „Ein Glücksfall für den Verein“, findet Bierer: „Ihr Mann Volker ist Dirigent im Musikverein Schelklingen und so haben wir das Glück, dass sie auch bei uns mitspielt. Dieses Potenzial wollten wir natürlich nutzen. Man braucht für ein solches Projekt schon jemanden mit pädagogischem Know-how.“

Inhaltlich werden die sechs Instrumentengruppen (verteilt auf 36 Schulwochen) thematisiert, also Blas-, Tasten-, Streich-, Zupf- und Schlaginstrumente sowie Gesang. Bierer erklärt: „Da werden Instrumente ausprobiert, es wird gesungen, es gibt aber auch digitale Einheiten, in denen beispielsweise Aufnahmen angefertigt werden usw.“

Das Angebot richtet sich vor allem an Kinder, die bislang nur eingeschränkten Zugang zur musikalischen Bildung hatten. Etwa 40 Prozent der Menschen in Schelklingen haben einen Migrationshintergrund, Sprachbarrieren sind immer wieder Thema. Bierer erklärt: „KlangZauber ist ein integratives, barrierefreies und kostenloses Projekt für alle Schülerinnen und Schüler.“ Und damit hat er voll ins Schwarze getroffen: Obwohl das Angebot nicht verpflichtend ist, wird es von allen Schülerinnen und Schülern wahrgenommen. Und auch die ersten Rückmeldungen der Lehrkräfte sind Bierer zufolge überaus positiv: „Das wirkt sich auch auf den regulären Unterricht aus, zum Beispiel im Bereich Lese- und Hörverständnis.“

Fazit

Und was versprechen sich Bierer und der Musikverein von diesem Projekt? „Für mich ist KlangZauber ein Herzensprojekt, ich wollte vor allem ein kulturelles Angebot schaffen.“ Um Mitgliedergewinnung ging es dabei nur zweitrangig.  Er ergänzt: „Natürlich freuen wir uns, wenn ein paar Kinder hängen bleiben und irgendwann vielleicht auch mal Mitglied in unserem Verein werden. Gemacht habe ich das aber, weil ich das als gesellschaftliche Aufgabe unseres Vereins betrachte, die wir im Bereich Bildung einfach haben.“

Vereinen, die ebenfalls eine Kooperation anstreben, legt Bierer folgendes ans Herzen: „Man muss auf mögliche Kooperationspartner zugehen, seine Ideen vorstellen und so Verbündete finden.“ Das finale Konzept müsse dafür noch gar stehen. Und zum Thema Fördergelder beantragen hat er auch einen Tipp: „Da muss man einfach sämtliche Institutionen der Reihe nach durchtelefonieren, bis man ein passendes Angebot gefunden hat. Oft werden auch Beratungstermine zu den Förderungen angeboten.“

Jugend, Kooperation, Nachwuchsarbeit
Zukunft gestalten durch Kooperationen:
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