Kreisjugendorchester Böblingen: Feste muss man feiern, wenn sie anstehen. Das hat sich das KJO Böblingen zum 20-jährigen Bestehen auf die Fahne geschrieben.
Gegründet wurde das Orchester im November 2005 in Unterjettingen unter der Schirmherrschaft des damaligen Landrats Bernhard Maier. Die ersten Dirigenten waren Rainer Bauer und Andreas Marquart.
Das Orchester hat sich ständig weiterentwickelt und an diversen Wertungsspielen und Wettbewerben teilgenommen, unter anderem 2010 in Bamberg, 2012 in Ehingen und 2015 in Karlsruhe. Seit 2018 ist Thomas Scheiflinger der musikalische Leiter. Aufgrund seiner privaten Verbindungen entstand der Kontakt zum Mädchenchor am Dom Mainz und St. Quintin.
Im Jahr 2019 reiste das KJO im Juni und Oktober nach Mainz. Die zweite Reise fand anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Mädchenchors statt, mit einem gemeinsamen Konzert im Hohen Dom. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Gegenbesuch immer wieder verschoben. Das Jubiläum des KJO in diesem Jahr war daher der perfekte Anlass dafür.
In der fast ausverkauften Kongresshalle Böblingen trat zuerst der Mädchenchor unter der Leitung von Michael Kaltenbach auf die Bühne.
Das abwechslungsreiche Repertoire reichte vom mittelalterlichen Choral über Musik aus der Renaissance, dem Romantiker Felix Mendelssohn Bartholdy bis hin zum Gospel.
Die zweite Programmhälfte begann mit „Moment for Morricone“, bei dem das KJO von einer Solo-Sängerin begleitet wurde.
Danach gehörte dem Orchester allein die Bühne, und es eröffnete mit der „Jubilee Overture“ von Philip Sparke.
Anschließend folgte die Uraufführung der Eigenkomposition „Glory of the Villagers“ von Melissa Flettner, einer Musikerin aus den eigenen KJO-Reihen. Sie beschreibt die Geschichte eines Dorfes, dessen Bewohnerinnen und Bewohner siegreich aus einer Schlacht zurückkehren.
Mit „Concerto for a Rainy Day“ zeichnet Jeff Lynne, Kopf der britischen Rockgruppe Electric Light Orchestra, das musikalische Bild eines verregneten Tages – beginnend mit dem ersten Regentropfen über stürmische Gewitter bis zum strahlenden Sonnenschein.
Anschließend folgte „Tanz der Vampire“ in einem ursprünglichen Arrangement, das selten gespielt wird, aber näher am Musical ist.
Zum großen Finale standen das KJO und der Mädchenchor für vier Stücke gemeinsam auf der Bühne. Mit dem Schlussakkord von „Perseus“ von Satoshi Yagisawa folgte ein nicht enden wollender Applaus, den sich die Musizierenden und Sängerinnen und Sänger wirklich verdient hatten.

