Unter dem Motto „Beyond the Horizon“ (Jenseits des Horizonts) erfreute das Orchester der Musikkapelle Thanheim kürzlich mit anspruchsvoller und temperamentvoller Konzertliteratur sowie hervorragenden Solistinnen und Solisten das Publikum. In der gefüllten Hohenzollernhalle erlebten die Besucherinnen und Besucher sowie Liebhaberinnen und Liebhaber der konzertanten Blasmusik eine musikalische Weltreise voller Abenteuer, Dramatik und unvergesslicher Melodien. Frank Endress hieß alle zum Jahreskonzert willkommen und sprach einführende Worte im Namen der Vorstandschaft.
Nachwuchsmusikerinnen und -musiker aus der Kooperation der Jugendkapelle Thanheim und der Jugendmusik Zimmern übernahmen den Auftakt des Abends. Mit schwungvollen Musikwerken wie „The Incredibles“ und „Aladdin“ wussten sie mit ihrer Jugenddirigentin Jeanette Keller zu überzeugen. Daraufhin folgte vom Nachwuchs zusammen mit dem Vororchester das wohl bekannteste Werk der Musikgruppe Abba, „Mamma Mia“, gespickt mit vielen Ohrwürmern und Evergreens. Die Zugabe mit „Pokémon“ mussten sie obendrein gewähren. Die Jungmusikerinnen und Jungmusiker verstanden es, die exzellente Einstimmung des Abends zu übernehmen, wofür sie mit viel Applaus belohnt wurden.
Im Anschluss übernahmen die über 50 Akteurinnen und Akteure des Aktiven Orchesters die Bühne und musizierten unter der Leitung von Dirigent Thomas Uttenweiler mit viel Leidenschaft, präzise und mitreißend, stets in schlüssigem Zusammenspiel. In charmanter Weise moderierte Klarinettistin Carmen Schoy durch den Abend. „Musik hat die einzige Kraft, uns über Grenzen hinwegzutragen, uns fremde Welten entdecken zu lassen und uns in ferne Länder zu entführen.“
Zum Auftakt erklang die aufregende Motto-Komposition „Beyond the Horizon“ – eine Welt voller Hoffnung und Weite. Eine dynamische Komposition mit majestätischen Fanfaren und mitreißenden Melodielinien von Komponist Rossano Galante. Galant und gekonnt stellten sich die Musikerinnen und Musiker den Herausforderungen dieses klangstarken, emotionsgeladenen Eröffnungsstücks. Durchweg bestachen die harmonierenden Register mit leidenschaftlicher Darstellung und Klangvolumen.
Nicht weniger anspruchsvoll war die sinfonische Dichtung „Finlandia“, die die Zuhörerinnen und Zuhörer in den Norden und Osten Europas entführte. Jean Sibelius schrieb „Finlandia“ 1899, um die finnische Identität zu stärken und die Finnen zur Loslösung vom Russischen Reich zu bewegen. Die Akteurinnen und Akteure interpretierten das Werk stil- und kunstvoll mit markanten Blechfanfaren, kraftvollen Rhythmen und dem berühmten feierlichen Hymnus im Mittelteil. Dirigent Thomas Uttenweiler wusste seine Bläserinnen und Bläser zu fordern, gab exakte Einsätze und dirigierte mit viel Herzblut und Enthusiasmus. Zudem integrierte er passende projizierte Filmaufnahmen zu den Ländern und deren Kultur.

