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FORTE März / April 2026, Kreisverbände und Verein

Michael Ziesel weitere drei Jahre im Amt

Gerhard Rundel
Blasmusikkreisverband Biberach
25. Februar 2026
Titelbild: Die Jahreshauptversammlung des Blasmusikkreisverbands Biberach fand in Fischbach statt.
Copyright: Gerhard Rundel
Bei der harmonisch verlaufenden Jahreshauptversammlung (JHV) in der Gemeindehalle in Fischbach haben sich der Blasmusikkreisverband (KV) Biberach sowie die Bläserjugend (BJ) Biberach am Sonntagvormittag neu aufgestellt. Vertreterinnen und Vertreter von 76 der 110 Mitgliedsvereine sind der Einladung gefolgt. Alle zur Wiederwahl bereiten Funktionärinnen und Funktionäre wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Die Ämter der ausscheidenden Funktionärinnen und Funktionäre in der BJ sowie bereits vakante Positionen konnten nicht neu besetzt werden. Die Ausrichtung der Hauptversammlung 2028 wurde an den Musikverein Gutenzell vergeben, das Kreismusikfest 2031 an den Musikverein Unlingen. Für die Kreismusikfeste 2029 und 2030 konnte bislang kein Bewerberverein gefunden werden.

Kreisverbandsvorsitzender Michael Ziesel blickte auf ein Jahr zurück, in dem der KV gut arbeiten konnte. „Finanziell haben wir ein gutes Ergebnis“, sagte Ziesel. „Wenn wir aber die Sondereffekte von 2025 herausnehmen, kommen wir mit einer schwarzen Null heraus. Die drei Jahre zuvor haben wir rund 50.000 Euro Verluste gefahren.“ Er gab Landrat Mario Glaser sowie den anwesenden Politikern, MdB Wolfgang Dahler und MdL Thomas Dörflinger, mit auf den Weg, den bürokratischen Aufwand für die Ehrenamtlichen in den Vereinen im Rahmen des rechtlich Zulässigen möglichst gering zu halten. Ziesel appellierte an die Vereine: „Jugendarbeit muss Priorität eins haben.“ Er sehe bei Konzerten, dass oft Jugendkapellen aus vier Vereinen gerade einmal 30 Musikerinnen und Musiker auf die Bühne bringen. Der Kreisvorstand treffe sich normalerweise sechsmal im Jahr zu Sitzungen. Mit Terminen beim Landesverband, Ehrungen und weiteren Verpflichtungen sei er jedoch im vergangenen Jahr an mindestens 90 Tagen für den Verband unterwegs gewesen.

Kreisverbandsdirigent Bernd Biffar gab einen Rückblick auf die Wertungsspiele beim Kreismusikfest in Offingen, bei denen sich insgesamt 23 Orchester einem Wertungsgericht gestellt hatten und zwischen 85,8 und 97,2 Punkte erreichten. Weiter berichtete Biffar von der Dirigentenausbildung, dem Kreisverbandsorchester und verschiedenen Neuerungen. „Bei der Brawo-Messe 2027 wird der Wettbewerb ‚Brawissimo‘ in den Kategorien 3 und 4 stattfinden“, so Biffar. „Alle bei Wertungsspielen punktbesten Kapellen in den Kategorien 3 und 4 des Landesverbandes dürfen daran teilnehmen. Ab diesem Jahr können sich auch Kapellen der Kategorie 3 (Mittelstufe) beim Wertungsspiel einem Stundenchor stellen.“

Der Vertreter der Spielleute, Wolfgang Lutz, berichtete über einen gemeinsamen Probentag der Spielleute, Auftritte des Kreisfanfarenzuges und eine jährliche Spielleuteversammlung. Beim gemeinsamen Probentag im April wurden zwei neue Märsche eingeübt. 24 Spielleute wurden im Jahresverlauf für langjähriges Musizieren geehrt, darunter eine Ehrung für 50 Jahre und eine für 40 Jahre.

Seniorenvertreter Walter Meseck berichtete über die Aktivitäten in der Seniorenarbeit. Von den 110 Mitgliedsvereinen beim KV hätten inzwischen 76 eine Seniorenvertreterin oder einen Seniorenvertreter benannt. Für das 20-jährige Jubiläum des Kreisseniorenorchesters in diesem Jahr gab Meseck, der auch Geschäftsführer des Kreisseniorenorchesters ist, einen Ausblick auf das Jubiläumsjahr. Das Festjahr beginnt am 5. April mit einem Doppelkonzert zusammen mit der Stadtkapelle Biberach im Kursaal Bad Buchau. Die eigentliche Jubiläumsfeier mit Gottesdienst, vielen Gästen und befreundeten Seniorenorchestern findet am 25. Oktober in der Festhalle in Eberhardzell statt.

Der Vorsitzende Finanzen, Florian Kramer, legte einen umfangreichen Kassen- und Finanzbericht vor. Insgesamt stand dabei ein Plus von 33.187 Euro zu Buche. „Verschiedene Einsparungen, die Erhöhung des Mitgliedsbeitrags, eine höhere Zuwendung des Landkreises, eine Nachzahlung des BVBW in Höhe von 20.000 Euro und ein Sonderzuschuss der KSK für Uniformen des Seniorenorchesters in Höhe von 10.000 Euro führten zu dem erfreulichen Ergebnis“, so Kramer. Bei den D-Kursen steigen die Kosten bereits wieder um 17,60 Euro pro Teilnehmerin und Teilnehmer. Ein Teil davon wird vom KV aufgefangen.

Der kommissarische Kreisverbandsjugendleiter Markus Bitterwolf gab Einblicke in die Arbeit der Bläserjugend. Er berichtete von 362 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei den D-Lehrgängen im Sommer 2025 sowie von 58 weiteren bei der Herbstprüfung. Weiter erwähnte er den Kreisjugendmusiktag in Ringschnait und das Oberschwäbische Jugendmusikfestival in Ettenkirch. Er nannte auch das Abschlusskonzert des ADM-Kurses im Januar mit zehn jungen, neu ausgebildeten Dirigentinnen und Dirigenten sowie den Start eines neuen zweijährigen ADM-Kurses mit zwölf angehenden Dirigentinnen und Dirigenten. Zudem berichtete er vom Projektorchester in den Herbstferien mit rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Uttenweiler sowie von zahlreichen Seminaren für Jugendliche und Ausbilderinnen und Ausbilder. Für 2026 kündigte er den Kreisjugendmusiktag in Unlingen am 21. und 22. März, die D-Kurse im Sommer und das Projektorchester in den Herbstferien an. Es werde Neuerungen beim Jugendmusiktag geben, zudem werde die Digitalisierung weiter vorangetrieben. Er appellierte an die Versammlung, dass diese Aufgaben nur mit einer vollständig besetzten Bläserjugend bewältigt werden könnten. Für die frei werdenden Stellen seien bislang keine Nachfolgerinnen oder Nachfolger in Sicht.

Die Vergabe der Kreisjugendmusiktage wurde von Amelie Ziesel geleitet. Der Jugendmusiktag 2029 wurde von der Versammlung an den Musikverein Uttenweiler, der Jugendmusiktag 2031 an den Musikverein Baltringen vergeben. Für 2030 gab es keinen Bewerberverein.

Annika Rau und EDV-Referent Felix Götz gaben weitere Informationen zur Bläserjugend und zu den anstehenden Terminen.

Anton Hettich vom Vorstand der Stiftung Jugendförderung verkündete ein aktuelles Stiftungsvermögen von 239.963 Euro. An den KV seien im vergangenen Jahr 7.444 Euro an Erträgen zur Förderung der Jugendarbeit ausgeschüttet worden. Seit Gründung der Stiftung im Jahr 1999 belaufe sich der Ausschüttungsbetrag inzwischen auf rund 79.500 Euro, so Hettich.

Kassenprüfer Josef Ege führte nach seinem Bericht die Entlastung der Vorstandschaften des KV und der BJ durch. Er bestätigte Geschäftsstellenleiterin Birgit Schmidberger und Florian Kramer eine einwandfreie Kassenführung.

Der stellvertretende KV-Vorsitzende Walter Engeser konnte die JHV 2029 an den Musikverein Hochdorf und die JHV 2031 an den Musikverein Baltringen vergeben. Eindringlich warb Engeser bei den Vereinen um Ausrichterinnen und Ausrichter für die Kreismusikfeste 2029 und 2030. Der Musikverein Gutenzell hat sich im Jahresverlauf bereit erklärt, das Kreismusikfest 2027 auszurichten. Das Kreismusikfest 2031 wurde an den Musikverein Unlingen vergeben.

Im Vorfeld der Versammlung und beim Totengedenken musizierte der Musikverein Fischbach, der auch Veranstalter der JHV war. Vorsitzende Nadine Zieher stellte ihren kleinen Verein vor und sagte: „Unser wichtigstes Gut ist die Gemeinschaft und der Zusammenhalt.“

Nach dem von Walter Engeser durchgeführten Totengedenken sagte MdL Thomas Dörflinger: „Termine bei der Blasmusik sind für mich keine Pflichttermine, sondern Gerne-Termine. Wo Musikkapellen dabei sind, wird nicht ausgegrenzt, getrennt und gehetzt, sondern mitgenommen, gelacht und gefeiert.“ Er dankte dem Verband und den Vereinen: „Sie sind der Klang unserer Gemeinden, das Rückgrat unserer Feste und ein unverzichtbarer Teil in unserem Landkreis.“ Ebenso lobend und wertschätzend äußerte sich Bürgermeister Heiko Graf in seinem Grußwort. Die Blasmusikvereine leisteten einen wichtigen Beitrag, sie brächten die Jugend in die Gesellschaft ein. Viele, die eine Ausbildung in einem Musikverein durchlaufen hätten, engagierten sich später selbst ehrenamtlich für die Gesellschaft.

Nach der Verabschiedung der Bläserjugendmitglieder Manuel Schühle und Franziska Götze gab es Ehrungen für Seniorenvertreter Walter Meseck und die stellvertretende Kreisjugendleiterin Annika Rau. Beide erhielten für ihre hervorragende Tätigkeit zur Förderung der Musik die Ehrenmedaille in Bronze.

Wahlen:
Die von Markus Bitterwolf geleiteten Wahlen brachten für den Kreisverband folgende Ergebnisse: Michael Ziesel vom Musikverein Reinstetten als Kreisverbandsvorsitzender, Walter Engeser vom Musikverein Ellwangen als stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender Bereich Ost, Klaus Funk vom Musikverein Oggelshausen als stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender Bereich West, Bernd Ott vom Musikverein Langenenslingen als stellvertretender Kreisdirigent Bereich Ost, Markus Geiselhart vom Musikverein Dürmentingen als stellvertretender Kreisdirigent Bereich Mitte, Bruno Schiele vom Musikverein Rottum als EDV-Referent sowie Wolfgang Lutz vom Fanfarenzug Ummendorf als Vertreter der Spielleute.

Anton Hettich vom Musikverein Baustetten, Karl-Heinz Guter vom Musikverein Neufra und Dr. Steffen Mayer von der KSK Biberach wurden im Vorstand der Stiftung Jugendförderung bestätigt. Bei den Wahlen der Bläserjugend wurde Annika Rau vom Musikverein Dettingen als stellvertretende Kreisverbandsjugendleiterin für den Bereich Ost und Felix Götz vom Musikverein Rißtaler Untersulmetingen als EDV-Referent gewählt. Die Posten von zwei Beisitzerinnen oder Beisitzern konnten nicht besetzt werden.

 

Der Seniorenvertreter Walter Meseck und die stellvertretende Kreisjugendleiterin Annika Rau von der Bläserjugend wurden mit der Ehrenmedaille in Bronze ausgezeichnet.

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