Die Musikkapelle Menningen trauert um ihren Ehrendirigenten Albert Schellinger, der im 91. Lebensjahr verstorben ist. Wir verlieren eine Person, die sich für sein Dorf in vielen Bereichen eingesetzt hat. Sein Humor und Lebensfreude brachte er bei Musik und Gesang zum Ausdruck, die ihn auch sein Leben lang prägten.
Schon mit 16 Jahren trat Albert Schellinger als Flügelhornist der Musikkapelle Menningen bei. 41 Jahre war er aktiver Musikant, eine Zeitspanne, die von Treue, Verlässlichkeit und echter Leidenschaft zeugt. Als 23-Jähriger übernahm er den Taktstock und leitete die Musikkapelle mit Weitblick von 1957–1987 und von 1990–1992 über 30 Jahre mit viel Idealismus und Hingabe.
In dieser Zeit bildete er an die 80 Jungmusikanten kostenlos aus und formte dabei über Jahre hinweg den eigenen Nachwuchs für unser Orchester. Mit einem Durchschnitt von 40 Musikerinnen und Musikern galt sein großes Interesse, eine stetig musikalische Steigerung zu erreichen, welches ihm auch hohe Anerkennung einbrachte. Wobei er noch zusätzlich eine Jugendkapelle mit 20 Jungmusikern gründete und somit die Zukunft und den Fortbestand unseres Vereins sicherte.
Sein Humor und Lebensfreude brachte er bei Musik und Gesang zum Ausdruck, was ihm auch 1968 über 10 Jahre mit der Gründung der Tanzkapelle „Ablachtal-Musikanten“ gelang, die bei kleinen und großen Festen unter seiner Leitung viel Anerkennung fanden.
Die Ernennung zum Ehrendirigenten, wie auch die Auszeichnung mit der goldenen Dirigenten-Ehrennadel des Blasmusikverbandes und die silberne Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg waren ein Zeichen und Dankbarkeit für sein ehrenamtliches Engagement und kultureller Beitrag in unserem kleinen Dorf mit 450 Einwohnern.
Er gehörte zu den Gründern der Fuchszunft Menningen, war Zunftrat und führte die Musikkapelle über 30 Jahre als Dirigent bei über 130 Narrentreffen an. Der „Menninger-Fuchsmarsch“, der über die Fasnachtszeit gespielt wird, stammt aus der Feder von Albert Schellinger, der 1990 zum Ehrenmitglied ernannt wurde.
Als aktiver Sänger gehörte er 20 Jahre dem Gemischten Chor als große gesangliche Stütze dem Bassregister an. Die Kameradschaft lag ihm bei allen Vereinen im Dorf am Herzen und galt als höchstes Gut. Bei Geselligkeiten stimmte er immer gerne einige Lieder zur Freude aller an.
Wir werden ihn und sein Wirken stets in dankbarer Erinnerung behalten. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie.



