Ein rundum gelungenes und emotionales Frühjahrskonzert erlebten die Besucherinnen und Besucher am 25. April 2026 in der voll besetzten Gemeindehalle Nenningen. Der Musikverein Nenningen präsentierte dabei nicht nur ein abwechslungsreiches musikalisches Programm aller Orchester, sondern setzte mit der offiziellen Stabübergabe auch einen besonderen Meilenstein in der Vereinsgeschichte.
Bürgermeister Lenz eröffnete den Konzertabend und würdigte in seiner Ansprache insbesondere die Verdienste von Philip Walford, der den Musikverein Nenningen über beeindruckende 46 Jahre als Dirigent geprägt hat. Gleichzeitig begrüßte er die neue Dirigentin Sophie Pope und wünschte ihr einen erfolgreichen Start.
Den musikalischen Auftakt gestalteten die Zöglinge unter der Leitung von Tobias Reichert, gefolgt vom Jugendorchester unter Petra Popp, die mit schwungvollen und modernen Stücken das Publikum begeisterten. Nach der Pause übernahm das Große Orchester die Bühne.
Ein ganz besonderer Moment des Abends ereignete sich beim ersten Auftritt des Großen Orchesters. Philip Walford dirigierte zunächst das erste Stück sowie das Werk „Dialog der Generationen“ bis Takt 92. Während einer vom Orchester getragenen Fermate erhob sich Sophie Pope von ihrem Platz bei den Posaunen, trat ans Dirigentenpult und übernahm dort symbolisch den Taktstock. Mit dieser eindrucksvoll inszenierten Stabübergabe wechselte die musikalische Leitung nahtlos: Philip Walford nahm anschließend im Orchester bei den Klarinetten Platz, während Sophie Pope das Konzert fortan dirigierte.
Auch musikalisch setzte das Konzert zahlreiche Akzente: Beim Werk „The Story“ begleitete das Orchester die Sängerin Heinke Geiger, die das Stück eindrucksvoll interpretierte. Ein weiterer Höhepunkt war „Latin Woods“, bei dem das Orchester vier Klarinettensolisten einfühlsam begleitete. Mit Melanie Messina, Klaus Sauer, Philip Walford und Jürgen Elter standen gleich vier Solisten im Mittelpunkt. Beim Stück „Time to Say Goodbye“ überzeugten zudem Heiko Suhm und Volker Schwarzkopf mit ihren Solopassagen.
Den emotionalen Abschluss bildete das Stück „Glück“. Das Publikum dankte mit stehenden Ovationen, woraufhin das Orchester als Zugabe nochmals einen Teil dieses Stücks spielte.
Besonders erfreulich war auch die große Verbundenheit zum Verein: Zahlreiche ehemalige Musikerinnen und Musiker wirkten aktiv im Orchester mit, viele weitere ehemalige Mitglieder waren als Gäste im Publikum vertreten. So entwickelte sich der Konzertabend zu einem Treffen über Generationen hinweg – geprägt von Wiedersehen, Gesprächen und gemeinsamen Erinnerungen.
Ein weiterer Programmpunkt waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Michael Beigelbeck junior und Oliver Haase ausgezeichnet. Für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielten Jochen Kraus und Volker Schwarzkopf eine Ehrung. Diese wurden von Roland Ströhm, dem Kreisverbandsvorsitzenden des Blasmusikverbandes Göppingen, vorgenommen. Die Laudatio hielt der erste Vorsitzende des Musikvereins Nenningen, Tobias Reichert, der mit persönlichen Worten, humorvollen Anekdoten und einem Rückblick auf die Verdienste der Geehrten deren langjähriges Engagement würdigte.
Mit langanhaltendem Applaus honorierten die Zuhörerinnen und Zuhörer die Leistungen aller Mitwirkenden und machten das Frühjahrskonzert zu einem vollen Erfolg. Der Musikverein Nenningen blickt damit nicht nur auf einen gelungenen Konzertabend zurück, sondern auch auf einen bedeutenden Übergang in eine neue musikalische Ära unter der Leitung von Sophie Pope.
Der Musikverein Nenningen bedankt sich abschließend herzlich bei allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne, bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie bei allen Gästen, die durch ihr Kommen und ihre Unterstützung zum Gelingen dieses besonderen Konzertabends beigetragen haben.


