Landesverband der Spielmanns- und Fanfarenzüge jetzt Mitglied im BVBW
Die musikalische Vielfalt im Blasmusikverband Baden-Württemberg wächst weiter: Seit dem 1. Januar 2026 gehört der Landesverband der Spielmanns- und Fanfarenzüge in Baden-Württemberg 1957 offiziell zum BVBW. Mit dem Zusammenschluss wird die Spielleute- und Fanfarenmusik künftig noch stärker innerhalb der baden-württembergischen Amateurmusik vertreten.
„Wir begreifen uns als Zentrum der Amateurmusik und es ist uns ein Anliegen, dass sich möglichst viele musiktreibende Verbände unter unserem Dach wiederfinden. Die Spielmanns- und Fanfarenzüge sind für uns eine echte Bereicherung und wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit!“, so der Präsident des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg, Guido Wolf MdL.
Der 1957 gegründete Landesverband vertritt heute 71 Mitgliedsvereine mit rund 1.600 aktiven Musikerinnen und Musikern. Bereits vor der Aufnahme bestanden enge Verbindungen zum BVBW: Mehrere Vereine sind bereits in beiden Verbänden organisiert. Ziel der Zusammenarbeit ist es nun, Synergien zu nutzen – etwa bei Aus- und Fortbildungsangeboten, der Nachwuchsgewinnung oder der Interessenvertretung der Amateurmusik.
Ein wichtiger Punkt war dabei von Beginn an, dass die Eigenständigkeit des Landesverbands erhalten bleibt. Er wird künftig innerhalb des BVBW als Kreisverband geführt und ist mit Sitz und Stimme im Landesvorstand vertreten. Gleichzeitig bleiben bewährte Strukturen, etwa im Ehrungswesen oder in der Verbandsorganisation, bestehen.
Im Gespräch erläutert der Präsident des Landesverbands der Spielmanns- und Fanfarenzüge, Thomas Holz, warum dieser Schritt so wichtig ist und welche Chancen er für die Zukunft sieht.
Was bedeutet die Aufnahme in den BVBW für Ihren Verband?
Für mich ist dieser Schritt ein wichtiger Meilenstein. Er zeigt, dass die Amateurmusik in Baden-Württemberg zusammenrückt und ihre Vielfalt als Stärke begreift. Unser Verband profitiert von einer stärkeren Vernetzung, neuen
Entwicklungsmöglichkeiten und der
Möglichkeit, unsere Interessen in einem größeren Verbund einzubringen. Gleichzeitig bleibt unsere eigene Identität erhalten. Wir hoffen außerdem, damit auch ein Signal an bislang nicht organisierte Spielleutevereinigungen im Land zu senden.
Warum haben Sie sich für den Beitritt entschieden?
Viele Herausforderungen betreffen alle Musikvereine gleichermaßen – von der Nachwuchsgewinnung über die Ausbildung bis hin zu Fördermöglichkeiten. Gemeinsam können wir hier deutlich mehr erreichen als allein. Wichtig war uns dabei, als gleichwertiger Partner aufgenommen zu werden und unsere Eigenständigkeit zu bewahren.
Welche Vorteile ergeben sich für Ihre Mitgliedsvereine?
Unsere Vereine erhalten Zugang zu einem größeren Netzwerk und zu zusätzlichen Fortbildungsangeboten. Ebenso wichtig ist der Austausch mit anderen Musikvereinen und Spielleuteorchestern. Davon profitieren insbesondere die vielen Ehrenamtlichen, die ihre Vereine mit großem Engagement tragen.
Ein Schwerpunkt soll künftig die Aus- und Weiterbildung sein. Welche Themen stehen dabei im Vordergrund?
Neben musikalischen Angeboten wünsche ich mir vor allem praxisnahe Fortbildungen für Ausbilderinnen und Ausbilder, Stabführerinnen und Stabführer sowie Vereinsverantwortliche. Themen wie Jugendarbeit, Vereinsmanagement, Motivation von Ehrenamtlichen oder digitale Kommunikation gewinnen zunehmend an Bedeutung und werden für unsere Vereine immer wichtiger.
Nachwuchsgewinnung beschäftigt viele Vereine. Welche Chancen eröffnet hier die Zusammenarbeit?
Die Konkurrenz um die Freizeit junger Menschen ist groß. Deshalb müssen wir unsere Vereine attraktiv und zeitgemäß aufstellen. Durch den Austausch mit den Mitgliedsvereinen des BVBW können erfolgreiche Konzepte übernommen und gemeinsam neue Ideen entwickelt werden, um Kinder und Jugendliche langfristig für die Musik zu begeistern.
Wo sehen Sie Potenzial für eine engere Zusammenarbeit zwischen Blasorchestern sowie Spielmanns- und Fanfarenzügen?
Uns verbindet deutlich mehr, als man auf den ersten Blick vermutet: das ehrenamtliche Engagement, eine intensive Jugendarbeit und die Begeisterung für Musik. Gemeinsame Konzerte, Workshops oder Jugendprojekte bieten viele Möglichkeiten, voneinander zu lernen und neue Impulse mitzunehmen.
Wann würden Sie sagen: Die Entscheidung war ein voller Erfolg?
Wenn unsere Vereine die Zusammenarbeit ganz selbstverständlich als Bereicherung erleben, gemeinsame Projekte entstanden sind und wir noch mehr Menschen für die Amateurmusik begeistern konnten. Dann wissen wir, dass sich dieser Schritt gelohnt hat. ))

