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Kreisverbände und Verein

Sinfonische Blasmusik begeistert das Publikum

Wolfgang Bahle
Bläserphilharmonie Ostalb
Kreisverband Ostalbkreis
28. Oktober 2026
Titelbild:
BMVOK

Bläserphilharmonie Ostalb

Bläserphilharmonie Ostalb überzeugt beim Galakonzert in Schwäbisch Gmünd am Sonntagnachmittag, 18.10.2026, mit 75 Musikerinnen und Musikern, ausdrucksstarken Solistinnen und Solisten und einem facettenreichen Programm.

Schwäbisch Gmünd. Von mitreißenden Fanfaren über gefühlvolle Melodien bis hin zu bewegenden Klangbildern: Die Bläserphilharmonie Ostalb begeisterte beim Galakonzert im Congress-Centrum Stadtgarten in Schwäbisch Gmünd das Publikum. Die 75 Musikerinnen und Musiker aus dem gesamten Ostalbkreis präsentierten unter der Leitung von Dirigent Matthias Weller die ganze Vielfalt der sinfonischen Blasmusik. Durch das Programm führten Ute Killinger und Jörg Knöpfle.

Den Auftakt bildete die „Fest Overture op. 96“ von Dmitri Schostakowitsch. Glanzvolle Fanfaren des hohen Blechs, rasante Holzbläserpassagen und lyrische Melodien zeichnen das bekannte Eröffnungswerk aus.

Bei „Colors“ für Solo-Posaune und Blasorchester von Bert Appermont stellte Yannick-Maurice Groß aus Herlikofen, welcher kürzlich seinen Bachelorabschluss auf der Posaune ablegte, sein Können unter Beweis. Das Werk beschreibt vier musikalische Welten: Während „Yellow“ für Lebensfreude und Inspiration steht, verkörpert „Red“ Leidenschaft und dramatische Energie. „Blue“ setzt mit melancholischen Klängen einen ruhigen Gegenpol, bevor „Green“ das Stück hoffnungsvoll und kraftvoll abschließt. Der Solist überzeugte mit technischer Sicherheit und ausdrucksstarkem Spiel.

Eindringlich wurde es mit der ersten Sinfonie „Marea Negra“ des spanischen Komponisten Antón Alcalde, die zugleich enorme Anforderungen an die Ausführenden stellte. Sie erzählt in vier Sätzen von der Ölkatastrophe nach dem Untergang des Tankers „Prestige“ vor der Küste Galiciens im November 2002. Zunächst zeichneten ruhige Klänge die Schönheit der galicischen Küstenlandschaft. Im weiteren Verlauf steigerten sich Dramatik und Spannung, bis dunkle Klangfarben und ein wirkungsvoll eingesetztes Schlagwerk die zerstörerische Kraft der Ölpest hörbar machten. Der abschließende Satz erinnerte an die zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die bei der Beseitigung des Öls halfen, und setzte ein musikalisches Zeichen für Gemeinschaft, Hoffnung und Zuversicht.

Im zweiten Konzertteil ging es mit „The Cowboys“ von John Williams in den amerikanischen Westen. Kraftvolle Blechbläser, treibende Rhythmen und markante Melodien vermittelten Abenteuerlust und Freiheit, während ruhigere Passagen die Weite der Prärie erahnen ließen.

Eine besondere Klangkombination bot „Rose in Flames“ von Óscar Navarro. Das Werk verband den vollen Orchesterklang mit den feinen Tönen der Harfe, gespielt von Magdalena Walesch, und dem ausdrucksvollen Gesang von Arya Seitzinger. Zwischen dramatischen und zarten Passagen entstand ein eindrucksvoller musikalischer Kontrast, der die unterschiedlichen Klangfarben des Orchesters wirkungsvoll zur Geltung brachte.

Mit „The Amazing Sound of Ireland“ in der Bearbeitung von Guido Rennert steuerte das Konzert seinem fulminanten Finale entgegen. Rasante Reels und schwungvolle Jigs entführten das Publikum auf die grüne Insel und brachten die irische Lebensfreude unmittelbar zum Klingen. Die Bläserphilharmonie Ostalb setzte die mitreißenden Rhythmen und anspruchsvollen Passagen sicher und präzise um. Zwischen ausgelassener Tanzfreude und gefühlvollen Melodien entfaltete sich ein abwechslungsreiches Klangbild. Zahlreiche Solistinnen und Solisten aus den Reihen des Orchesters kamen hier zum Einsatz. Bekannte Titel wie „Auld Lang Syne“, „Danny Boy“ und „You Raise Me Up“, Letzteres eindrucksvoll gesungen von Arya Seitzinger, sorgten für emotionale Höhepunkte. Mit mitreißenden Ausschnitten aus „Lord of the Dance“ gipfelte das Werk mit Soloeinlage des gesamten Schlagwerkregisters schließlich in einem fulminanten Abschluss.

Minutenlanger Applaus, Jubelrufe und stehende Ovationen zeugten von der Begeisterung des Publikums. Anschließend bedankte sich Hubert Rettenmaier, erster Vorsitzender des Blasmusikverbandes Ostalb, bei den Zuhörerinnen und Zuhörern sowie bei allen Musikerinnen und Musikern, Dirigent Matthias Weller und den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Konzerts beigetragen hatten. Als Zugaben präsentierte das Orchester gemeinsam mit Arya Seitzinger „Invincible“ sowie den Traditionsmarsch „Graf Zeppelin“ von Carl Teike.

Das Galakonzert zeigte eindrucksvoll, welches musikalische Können im Ostalbkreis steckt. Die Bläserphilharmonie Ostalb vereinte Musikerinnen und Musiker aus der gesamten Region zu einem leistungsstarken Klangkörper und überzeugte mit Präzision, Ausdruckskraft und großer stilistischer Vielfalt. Damit setzte das Orchester ein eindrucksvolles Zeichen für die lebendige Musikkultur der Region.

Blasorchester, Konzert, Veranstaltung
Sinfonische Blasmusik begeistert das Publikum
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