Gesundheit ist alles!?
„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Dieser oft zitierte Satz bringt auf den Punkt, warum wir uns in dieser Ausgabe dem Thema Gesundheit widmen. Für uns Musikerinnen und Musiker gilt dabei eine besondere Wechselwirkung: Nur ein gesunder Körper kann dauerhaft und leistungsfähig musizieren. Gleichzeitig trägt das aktive Musizieren selbst maßgeblich dazu bei, gesund zu bleiben. Gesundheit und Musik gehören zusammen – und zwar in den unterschiedlichsten Facetten.
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen die positiven Auswirkungen des Musizierens auf Körper, Geist und Seele. Besonders eindrucksvoll zeigen dies das Projekt „Länger fit mit Musik“ des Bundesmusikverbandes Chor & Orchester. Aktives Musizieren fördert kognitive Fähigkeiten, stärkt soziale Kontakte und trägt wesentlich zur Lebensqualität im Alter bei. Die beste Altersvorsorge ist damit oftmals näher, als wir denken: Sie beginnt mit dem regelmäßigen Musizieren, vor allem im Orchester.
Doch Gesundheit umfasst noch weit mehr. Wer musiziert, braucht auch Rahmenbedingungen, die gesundes Musizieren ermöglichen. Dazu gehören geeignete Proben- und Aufführungsräume mit einer guten Akustik ebenso wie ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema Gehörschutz.
Ein weiteres Thema, das viele Musikerinnen und Musiker kennen, ist das Lampenfieber. Auftrittsängste und Nervosität gehören für manche zur Bühne dazu, können aber auch belastend werden. Der richtige Umgang damit lässt sich erlernen. Deshalb wird dieses Thema auch Bestandteil der Plochinger Blech- und Holzbläsertage 2027 sein.
Nicht zuletzt erleben wir alle, wie die Anforderungen des Alltags stetig wachsen. Beruf, Familie und Freizeit unter einen Hut zu bringen, ist oft herausfordernd. Davon bleibt auch das Ehrenamt nicht verschont. Die vielfältigen Aufgaben im Vereins- und Ehrenamtsmanagement können zu Überlastungen führen und psychische Belastungen verstärken. Warnsignale frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern, ist deshalb ein wichtiges Thema.
Nutzen Sie diese Möglichkeiten für Ihre persönliche Gesundheitsvorsorge – für sich selbst, für Ihr Orchester und für die Zukunft unseres gemeinsamen Musizierens.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude bei der Lektüre, viele inspirierende musikalische Begegnungen und vor allem: Bleiben Sie gesund!
Herzlichst
Heiko Schulze
Direktor für Musik und Bildung im Blasmusikverband BW

