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Bläserjugend, FORTE September / Oktober 2026, Verband & Vereine

JMC 2026: Eine Woche voller „Feelings“

Sophia Haid
15. September 2026
Titelbild: Das JugendMusikCamp 2026 war wieder ein voller Erfolg.
Foto: Jonas Dohn

Vom 17. bis 23. August wurde das Musikzentrum Baden-Württemberg in Plochingen wieder zum Treffpunkt für junge Blasmusikerinnen und Blasmusiker: 68 Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren kamen zum JugendMusikCamp zusammen, um eine Woche lang gemeinsam zu proben, Neues auszuprobieren und ein Konzertprogramm auf die Beine zu stellen.

Das diesjährige Camp stand unter dem Motto „Feelings“ – und das spiegelte sich auch in der Musikauswahl wider. Unter der künstlerischen Leitung von Patrick Egge und Dana Schraml beschäftigten sich die Jugendlichen mit Werken, die unterschiedliche Emotionen transportieren sollten. Eine Besonderheit: Beide brachten eigene Kompositionen mit. Mit „Zarzura – Quest in the Desert“ von Patrick Egge und „Faeloria“ von Dana Schraml standen gleich zwei Uraufführungen auf dem Programm.

Das JugendMusikCamp versteht sich dabei bewusst nicht als Auswahlorchester, teilnehmen können Jugendliche mit D1- oder vergleichbarem Niveau. Gerade für Musikerinnen und Musiker aus kleineren Vereinen bietet sich damit eine besondere Gelegenheit. „Für viele ist das JugendMusikCamp die erste Möglichkeit, einmal in einem großen sinfonischen Blasorchester zu spielen, in dem alle Instrumente besetzt sind“, erklärt Christian Geltner aus dem Projektteam.

Dass die Jugendlichen diese Chance nutzen, beeindruckte auch die beiden künstlerischen Leitungen. Innerhalb weniger Tage mussten aus einzelnen Stimmen und unbekannten Werken konzertreife Stücke entstehen. Patrick Egge zeigte sich besonders von der Haltung der jungen Musizierenden beeindruckt: „Die sind unglaublich diszipliniert, schon in der Probenarbeit.“ Selbst nach mehreren Probenstunden sei die Konzentration hoch geblieben. Hinzu komme eine „wahnsinnige Eigenmotivation“, auf dem eigenen Instrument weiterzukommen.

Neue Musik – und neue Freundschaften

Mindestens ebenso wichtig wie die Musik ist die Gemeinschaft. Rund 70 Prozent der Teilnehmenden waren bereits in den vergangenen Jahren dabei. Viele treffen hier Freunde wieder, die sie nur während dieser einen Woche im Jahr sehen. Neben den intensiven Gesamt- und Satzproben bot das JugendMusikCamp zahlreiche Workshops und Freizeitangebote. Die Jugendlichen konnten sich unter anderem selbst im Dirigieren und Komponieren ausprobieren, gemeinsam im Chor singen oder an Kreativworkshops teilnehmen. Für musikalischen Input von außen sorgte die Brassband Brass.313. Beim Ausflugstag standen Kanufahren, Klettern und Landgolf zur Wahl.

Finale vor rund 350 Gästen

Was im Rahmen dieser Woche entstanden war, zeigte sich am Sonntag beim Abschlusskonzert in der Osterfeldhalle in Esslingen-Berkheim. Rund 350 Gäste erlebten dort das gemeinsam erarbeitete Programm. Für Fabian Lang war auf der Bühne besonders die Spielfreude der Jugendlichen spürbar. Das Konzert wurde aufgezeichnet und soll im Nachgang veröffentlicht werden.

Damit endete eine intensive Woche voller Musik, neuer Erfahrungen und Begegnungen – und für manche dürfte bereits die Vorfreude auf das nächste Jahr begonnen haben. ))

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JMC 2026: Eine Woche voller „Feelings“
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